Wie bereits im letzten Beitrag geschrieben, wurde uns heute auch schriftlich vom Notar bestätigt, dass die Baulandumlegung vollzogen werden kann und in Kürze die entsprechenden Antragstellungen für die Grundbucheintragungen erfolgen.
Anbei noch ein paar weitere Fotos, auf denen man auch die vermutlich bereits abgesteckte zukünftige “Kurpfalzstrasse” erkennen kann.
Heute erhielten wir die ersten Rechnungen vom Notariat. Die Kostenstellung für Bauträgervertrag und Grundschuldbestellung umfasst ziemlich genau die von uns vorher kalkulierten Kosten. Hier sollte man sich tatsächlich im Vorfeld schon einmal schlau machen, in welcher Höhe sich diese Kosten befinden. Durch den Festpreis unseres Bauträgers haben wir einen optimalen Überblick über unsere entstehenden, kommenden Kosten. Für uns gilt die Faustregel:
- Festpreis Haus (schlüsselfertig inkl. Erschliessung )
- 1,5% Notarkosten
- 3,5% Grunderwerbssteuer
- 3,0% Sicherheitsaufschlag (Eventualitäten)
Übrigens müssen auch Erbpachtbesitzer eine Grunderwerbssteuer zahlen. Diese Frage wurde im Internet oft diskutiert, aber selten beantwortet
Die Formel hierfür lautet: ((18,5 * <Erbpachtzins/Jahr>) + Immobilienkosten) * 3,5%. Als Beispiel nehmen wir ein Grundstück mit einem fiktiven Erbpachtzins von 1500 Euro pro Jahr und einem runden Hauspreis von 200.000 Euro. Dies würde eine Grunderwerbssteuer von ((18,5 * 1500) + 200.000) * 0,035 = 7971,25 Euro ergeben.
Heute haben wir unsere notariellen Unterlagen, sprich Kaufvertrag inkl. Anhänge, wie Grundstücksübersicht etc. erhalten. Also ca. 1 Woche nach Unterzeichnung. Derzeit warten wir noch auf einige Finanzierungsunterlagen, sowie den notwendigen Schreiben unseres Bauträgers. Bin gespannt, wann wir zur Bemusterung geladen werden, wo wir unsere “Komponenten”, wie Kacheln, Bodenbeläge, Türen, etc. aussuchen werden. Bis dahin erholen wir uns noch von den davorliegenden Planungsphasen- und gesprächen.
So denn. Am Mittwoch, den 08.07.2009 haben wir also unser Bauvorhaben nun auch rechtens gemacht. Bei unserem Notartermin haben wir unsere Verträge für Haus und Grundstück unterschrieben. Es hat ca. 1 1/2 Stunden gedauert – 1.5% Nebenkosten dafür sind ganz schön viel
. Trotzdem war es ganz nett, wenn auch sachlich. Wir erhielten per Vorlesen aller Vertragsinhalte nochmal die Möglichkeit einzuschreiten, was wir im übrigen auch 2-3 mal machten, denn mündliche vereinbarte Regelungen waren noch nicht wie abgesprochen Vertragsbestandteil. War aber weder von Seiten des Bauträgers (Lob!), noch vom Notar ein Problem. Die entsprechenden Seiten der Verträge wurden entweder neu abgetippt oder handschriftlich geändert und anschliessend nochmals vorgelesen.
Alles in allem ein unspannender Termin mit spannenden Folgen.
Unsere Beraterin des Bauträgers drückte uns netterweise anschließend noch eine (gekühlte) Flasche Sekt in die Hand, so konnten wir zu Hause auch gleich anstossen.